STADTBESICHTIGUNG
Ausflug "Entlang der alten Siedlung"
Grundwaldzki Platz> Wzwolenia Allee> Tuwima
Platz> Mickiewicza-Str> Grabarska-Str> M³ynarska-Str>
Zamkowa-Str> Moniuszki-Str> Matejki-Str> Na
Rozdro¿u Platz> 1 Maja-Str> Markt>
Sienkiewicza-Str> Magistracki Platz> S³owackiego-Str>
Grunwaldzki Platz
Wir beginnen den Ausflug am Grunwaldzki Platz am Gebäude
ZUS(Sozialversicherungsgebäude). Dieses wurde 1925 erbaut
und diente als zentrales Hotel der Stadt Wa³brych. Vor
dem Krieg trug sowohl das Hotel, als auch der ganze Platz
den Namen" Vierhäuser". Den Namen kann man als
Platz der vier Häuser Übersetzen. Diese Häuser sind
auch heute noch erhalten und befinden sich an der
Bushaltestelle Richtung Bia³y Kamieñ und Szczawno Zdrój.
Nach dem Krieg wurde das Hotel in "Hotel
Grunwald" umbenannt. Der heutige, am meisten
befahrene Platz der Stadt ist schon vor über hundert
Jahren entstanden. Früher floss hier der Leise Bach, über
den eine hölzerne Brücke führte, die sich mitten auf
dem heutigen Platz befand. Um die Jahrhundertwende XIX -
XX wurde der Bach zugebaut und um den Platz entstanden große
Bürgerhäuser. Über den Platz verliefen auch die ersten
Waldenburger Straßenbahnlinien.

Wyzwolenia Allee
Wir gehen über den Zebrastreifen geradeaus entlang der
Wyzwolenia Allee. Dies sind die Wiesen, die früher als
Freizeitanlagen der Stadt dienten. Hier verlief eine
Promenade, die Birkenallee und ein Wintersportplatz mit
einer Schlittenbahn. Im XIX Jahrhundert war der Bergbach
Pe³cznica(Pulsnitz), der heute unter der Erde fließt
sehr sauber und reich an Forellen. Noch vor 100 Jahren
grasten an der Hängen des Tals Ziegen und andere
Kleintiere. Auf diesen Wiesen wurden die Soldaten begraben,
die im 30-jahrigen Krieg an Pest verstorben sind. An der
rechten Seite kommen wir am Gebäude des ehemaligen
Gymnasiums Auenschule( 1931) vorbei. Heute ist dort die
Gemeinschaftsschule für Elektrik und Energie. In der Nähe
der Schule floss in die Pe³cznica (Pulsnitz) der Bach M³ynówka,
einer der zahlreichen Bäche, die als Energiequellen für
die Stadtmühlen dienten. Dieser Bach war die
Energiequelle des sogenannten Hersdorfer, der Sobiencin Mühle,
wo sich auch die Bäckerei von Metscheke befand. Die
weiteren Bebauungen der Wyzwolenia Allee entstanden um
1908. Dafür spricht das Datum auf dem Eckhaus Nr. 9.
Auf der gegenüberliegenden Seite sind Hänge zu sehen auf
denen sich der Sobieski Park ausbreitet. Die höchste
Erhebung trug früher den Namen Schillererhebung, die
diesen Namen zum hundertsten Geburtsjubiläum des Poeten
bekam. Den selben Namen trug auch, das über der Stadt im
Jahre 1911 erbaute Gasthaus (heutige Harcówka). Auf der
linken Seite hinter dem Park, wo früher die Gaststätte
der Familie Czetritz und die Halle der Bruderschaft waren,
wurden 1907-1928 Reihenhäuser erbaut.
Auf der Wiese neben dem Parkplatz, hinter dem Gebäude
des heute geschlossenen Kinos, des früheren Kinotheaters
Capitol (aus dem Jahre 1929) befand sich eine Kirche der
katholischen Apostel Gemeinde.
Das Gebäude Nr. 34 ist das Allgemeinbildende Lyzeum
Nr.2, dass von den Architekten Kohler und Kranz, als Sitz
der 1907 eröffneten evangelischen Schule, erbaut wurde.
Auf der Ecke der Wyzwolenia Allee und der Kopernika-Str.
befindet sich die Druckerei der Niederschlesischen
Graphikbetriebe( das Gebäude ist aus dem Jahre 1925).
Nebenan befindet sich die Grundschule Nr. 28, die früher
ein Lyzeum war und 1913 nach der Königin Luisa benannt
wurde.Am heutigen Tuwima Platz stand im letzten
Jahrhundert eine Schmiede und das Hotel " Unter der
Sonne"( bis vor kurzem das " Haus des Touristen"),
nach dem der Platz vor dem Krieg Sonnenplatz genannt wurde.
Bevor hier der Bach zugebaut wurde, führte über ihn ein
Brücke, die die einzige Steinbrücke auf der Strecke Wa³brzych
- Œwidnica war.Auf der Kreuzung am Platz gehen wir
geradeaus in die Mickiewicza-Str. bis zur Kreuzung mit der
Grabarska-Str. An der Ecke, am Ende beider Strassen,
befindet sich die polnisch-katholische Gemeinde. Wir
kommen an der Grundschule Nr.12 vorbei, die die erste
Schule mit einer Mädcheninternat( erbaut im Jahre 1838)
in Waldenburg war. Neben der Schule befand sich bis 1860
ein Hügel, der von einem Graben umgeben war.
Dieser wurde durch die Bevölkerung Schlossdeich
genannt. Zahlreiche deutsche Gelehrte bezeichneten diesen
Orten als ältesten Ort der Altstadt Wa³brzych. Der Hügel
war mit alten Eichen und einer großen Linde bewachsen.
Zwischen den Bäumen befand sich ein Gebäude im Stil
eines Sommerpavillons.An der Zusammenführung der Strassen
Mickiewicza und Grabarska sehen wir eine
polnisch-katholische Kirche, die 1847-1848 erbaut wurde.
Das Gebäude hat die Form eines Rechtecks. Die Fassade ist
mit einer dreieckigen Spitze überdacht, besitzt über dem
Eingang eine verglaste Rosette. Der Innenraum ein
Dreischiff mit einem zweistöckigen Umführung und
quadratischen Pfeilern. Vor Beginn des II Weltkrieges gehörte
die Kirche der Alt-Lutheranischen Kirche an.Hinter der
Kirche biegen wir rechts ab in die Grabarska-Str. Ihren
Namen verdankt die Strasse zwei von insgesamt vier in der
Stadt Lederverarbeitungsbetrieben, die dort tätig waren.
Oberhalb, rechts befindet sich die Kirche der Heiligen
Schutzengel. An der Stelle der heutigen Kirche erbaute man
1440 (manche Quellen geben auch das Jahr 1428 an) die
katholische St. Michael-Kirche, die über Jahre als ältestes
Gebäude der Stadt Wa³brych angesehen wurde. Aufgrund der
hohen Anzahl ansiedelnder Bergleute aus der Grafschaft K³odzko
in der zweiten Hälfte des XIX Jahrhunderts stieg die
Anzahl der Katholiken. Die kleine Kirche bot nicht genügend
Platz für die Gläubiger, deshalb befasste man sich mit
der Frage des Baus einer großen Gemeindekirche. 1899
begann man mit dem Abbau der alten Kirche. 1899-1904 wurde
die neue Gemeindekirche der Heiligen Schutzengel erbaut.
Das Projekt wurde von A. Tanger aus Breslau angefertigt.
Die Hallenkirche hat den Grundriss eines lateinischen
Kreuzes. Das Giebeldach mit einem Turm über dem
Haupteingang und einem Dachreiter an der Kreuzung des Gehäuses
mit dem Kreuzschiff, Strebepfeilern und ca. 12 m hohen
Mosaikfenstern. Östlich wird das Bauwerk durch ein
dreieckigen Chorraum geschlossen. Alle Fassaden deckt ein
Sims mit vergoldeten Blättern im Fries. In der südlichen
Fassade wurden Epitaphyen aus dem XVI,XVII,XVIII
Jahrhundert eingemauert. Der Halleninnenraum im Dreischiff
ist mit einem vernetzten Gewölbe bedeckt, das durch
vieleckige Pfeiler aus Ziegelstein gestützt wird.Wir
biegen links ab in die M³ynarska-Str. Früher befand sich
hier die Flussrinne des Baches M³ynówka, der aus den
Waldseen floss und in die Pe³cznica (Pulsnitz) am
Restaurant "Centralna" mündete. Die Einwohner
verwendeten das Wasser zur Beseitigung der Abfälle und
zum Spülen. Es gab oft Überflutungen und es kam zu häufigen
Schäden. Um dem vorzubeugen wurde oberhalb der heutigen
Mickiewicza-Str ein Deich aus Holzstämmen entlang des
rechten Ufers errichtet. Der M³ynówka Bach wurde zu
Antrieb der Stadtmühle an der Koœciuszki-Str genutzt.
Das alleinstehende Gebäude in der M³ynarska-Str 18b gehörte
zum Schlosskomplex. Im Untergeschoss befanden sich die
Garagen im Obergeschoss und in der Spitze waren die Wohnräume.
Im Gebäude Nr. 18 befand sich das Büro aus dem XIX
Jahrhundert, dass im XX Jahrhundert umgebaut wurde. Über
die M³ynarska-Str. gelangen wir zur Zamkowa-Str., an der
wir einen Park sehen in dem sich das "Schloss"
befindet.
Das
"Schloss" wurde von der Familie Czettritz, den
Besitzern des Schlosses Nowy Dwór, im Jahre 1604 erbaut.
Dieses wurde in den Jahren 1881-1882 in eine repräsentative
Renaissanceresidenz umgebaut, gebaut aus Stein und
Backstein und verputzt. Das 2-stockige Bauwerk mit zusätzlichen
Räumen der dritten Etage mit dekorativen Decken und einem
Boden. Zahlreiche Räume in dem Schloss sind gewölbt. Das
Gewölbe ist mit Stückornamenten aus der Renaissance
verziert. Das Renaissance Eingangsportal mit einer
Wappenkartusche. Zu sehen sind auch einzelne profilierte
Fensterrahmen und dekorative Elemente der
archotektonischer Spitzen. Der Umbau im XIX Jahrhundert führte
zu Veränderungen der Details und der Oberflächenstruktur
der Fassade und verdeckt das Renaissanceaussehen des
Bauwerks. Heute ist das Schloss Sitz des Landrates.Wir
biegen rechts ab in die Moniuszki-Str. An der Ecke
befindet sich die Musikschule, die 1890 als Sitz der
Freimaurerlogen gebaut wurde. Wir kommen zur Matejki-Str..
Das Haus Nr.1 ist ein Neorenaissance Gebäude, dass
1876-1877 erbaut wurde und Anfang der zwanziger Jahre des
XX Jahrhunderts in ein Gebäude des Kreisparlaments
umgebaut wurde(heutiger Sitz des Stadtamtes).
Die Rechteckprojektion mit zwei Nebenrisaliten und
einem Mittelrisalit wurde nach dem Projekt von Jäger
erbaut. Das Gebäude Nr.2( heutiges Standesamt) ist im
neomanieristischen Stil. In der Fassade sind Szenen
spielender Kinder zu sehen. Das Haus Nr.3( Sitz des
Stadtamtes) wurde 1896 nach dem Projekt von Hajden aus
Breslau erbaut. Die Fassade ist im Barock- und
Neomanierismusstil. Das Haus Nr.5, die Feuerwehr, wurde
Ende des XIX Jahrhundert erbaut.Am Weggabelungs-Platz
biegen wir rechts in die 1-Maj-Str ein. In dieser Strasse
befindet sich das Museum im früheren Albertachschloss.
Auf dem Kirchplatz steht die frühere Begräbniskirche,
die als erste Waldenburger Kirche erwähnt wird. Oberhalb
ist die evangelische Kirche zu sehen, die ihren Namen der
Mariakirche aus dem XIV Jahrhundert verdankt. Dies war die
erste Pfarrkirche der Stadt. Die kleine Kirche, die
sicherlich im Mittelalter erbaut wurde. Die Kirche wurde
1720 im Barockstil umgebaut. Dies ist eine ehemaligen
alleinstehende Begräbniskirche, einschiffig, dreieckig
geschlossen im Chorraum und einem Vorbau an der südlichen
Seite.
Gemauert aus Stein und Ziegelstein, verputzt, bedeckt
mit einem Keramikdach. Die Eingangstür, die aus der
Bauzeit der Kirche stamm, ist mit Metall beschlagen. Der
bedeckte Innenraum ist an der östlichen Seite dreieckig
geschlossen. An den Seitenwänden befinden sich hölzerne
Emporen. Laut einer Legende hat ein Ritter aus dem Stamm
der Czettritzer als Dank für die Rettung die hölzerne
Kapelle "Himmelskönigin" bauen lassen. Hinter
dem Altar befindet sich ein Brunnen aus Stein mit einer
Quelle.Oberhalb der Kirche befindet sich evangelisch-
augsburger Kirche. Die älteste, 1440 erbaute Pfarrkirche
wurde 1546 an die Protestanten abgegeben um 1654 in
katholische Kirche zurückzukehren. Im Juni 1742 wurde ein
Kohlestein am Gebetshaus der Protestanten gesetzt. Das
Gebetshaus hatte 1000 Sitzplatze. Es stellt sich jedoch
schnell heraus, dass es zu klein für die evangelischen Gläubigen
wurde und außerdem schnell in Ruine verfiel. Am 8 August
1785 begann der Bau der neuen Kirche, die nach dem Projekt
des königlichen Kriegsrates Langhans aus Kamienna Góra
gebaut wurde. Er war u.a. Autor des Projekts in Dzier¿oniów,
Rawicz und des Brandenburger Tors. Selten wird davon
gesprochen, dass bei dem Bau der Kirche der ausgezeichnete
Theologe, hervorragende Musiker und Arzt Albert Schweizer
als Musikassistent beim Bau der Orgel eingestellt war. Er
opferte sein Leben der Arbeit in Afrika. Seine
Friedensstreben wurde mit dem Friedens Nobel Preis
ausgezeichnet.
Das Innere der Kirche wurde 1862-1864 renoviert. Das
gemauerte und verputzte Bauwerk hat eine rechteckige
Projektion mit einem quadratischen Vorbau, einem Turm auf
der westlichen Seite und einer niedrigen Sakristei auf der
südlichen Seite, bedeckt mit einem Walmdach aus Keramik.
Über dem Eingang ist, in einer rundförmigen Nische, das
Datum MDCCLXXXVIII zu sehen. Die Seitenfassade beinhaltet
ein Pseudorisalit das mit einer dreieckigen Spitzte
versehen ist. Früher, vor 1720, breitete sich vor der
Kirche der Friedhof "Auf Sand" aus. Während der
Zeit, in der die Russische Armee, die in der Kampagne
gegen Napoleon teilnahm, in Wa³brzych stationierte, wurde
auf dem Platz ein großes Zelt aufgeschlagen. Dieses Zelt
wurde als Kirche genutzt.Im Jahre 1884 wurde als Andenken
an den franzosisch-preussischen Krieg(1870/71) auf dem
Platz ein Denkmal errichtet, dass in den 50 Jahren des XX
Jahrhunderts entfernt wurde. Heute ist dort eine Grünfläche,
auf dem ein Obelisk der Bergleute und Soldaten steht.Wir
gelangen zum Gaswerk ,dass 1860 an der Zusammenführung
der Koœciuszki-Str und der Sienkiewicz-Str erbaut wurde.
An der Fassade ist ein Junge zu sehen.Über die
Sienkiewicz-Str.( früher Ogrodowa-Str genannt) gelangen
wir zu Magistracki-Platz . Im Haus Nr.8 der
Sienkiewicza-Str, das um 1880 erbaut wurde, befand sich
die Pferdepost.Den zentralen Punkt des Platzes bildet die
Grünflache mit einer Fontaine und das im Hintergrund
sehende Rathaus.
Dieses besitzt im 2 Stock einen großen Saal mit Holzwänden.
Nebenan, oberhalb der Apotheke, befand sich die Stadtbank.
Eine weitere Bank befand sich an diesem Platz im Haus N.
7. Dies war die Reichsbank, die nach dem Projekt von Paul
Resner 1904 erbaut wurde.Wir gehen an dem Buchfachgeschäft
bergab, entlang der S³owackiego-Str. Im Haus Nr.24 befand
sich das, 1904 gegründete, Handelsunternehmen von Brock.
Unterhalb, im Haus Nr.23, befand sich die Bank Eichborn
und Co.(1903). An der rechten Seite kommen wir am Gebäude
vorbei, dass von Heinrich XI Hochberg 1905 in Auftrag
gegeben wurde( bis vor kurzen befand sich dort das
Warenhaus Zentrum).

Hauptpostamt
An der linken Seite sehen wir ein großes
Haus. In der Fassade sind Staturen von Arbeitern
verschiedener Bereiche zu sehen. Ihren Sitz hatte hier die
Niederschlesische Bergwerkgewerkschaft und -Bank( heute
befindet sich dort das Telekommunikationsunternehmen und
die Bank Zachodni). Unterhalb, an der rechten Seite ist
das Postamt, dass 1895-1907 erbaut wurde. Weiter das Gefängnisgebäude
und das Gerichtsgebäude aus dem Jahre 1855. Wir kommen an
dem neogotischen Haus Nr.11, einer früheren Handelsfirma
vorbei (erbaut 1890 nach dem Projekt des Architekten
Silber) und der früheren Sobiencin Mühle - Haus Nr.14.
Wir kommen zum Grunwaldzki Platz, an dem wir unseren
Ausflug beenden.

Plac Grunwaldzki
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